In meinem Startbeitrag betone ich den Fokus auf die Produktivität von Organisationen und nicht die persönliche Produktivität. Warum?
Erst einmal möchte ich folgende Gedankenkette beschreiben, die mir dazu in den Sinn kam:
Jede Organisation hat eine Aufgabe oder eine Funktion. Diese Aufgabe oder Funktion wird von Einzelpersonen oder anderen Organisationen (Gruppe von Einzelpersonen) in Anspruch genommen. Je besser und je konstanter die Aufgabe oder Funktion erfüllt wird, umso mehr wird das, was die Organisation anbietet, nachgefragt werden. Wichtig ist somit die Konstanz und die Qualität dessen, was die Organisation liefert.
- Eine weitere Voraussetzung setze ich für diese Überlegung als gegeben an, das ist der ausreichende Bedarf für das Produkt der Organisation im Markt. Produkt steht hier für Ware, Dienstleistung etc. Zu diesem Punkt wird es einen separaten Beitrag geben. -
Damit die Qualität und die Art der erbrachten Leistung konstant bleibt, benötigt die Organisation eine Systematik, wie ihre Leistung erbracht wird. Die daraus resultierenden Regeln bestimmen, wie die einzelnen Personen in der Organisation zusammenarbeiten. Es ist vergleichbar mit den Regeln eines Spiels. Ohne diese Regeln wäre es den Teilnehmern nicht möglich, das Spiel zu spielen. Ein anderer Vergleich ist der Gesang eines Chors. Ohne die Noten und die Kenntnis ihrer Bedeutung wäre es den einzelnen Chormitgliedern nicht möglich, mit ihrer Stimme so zum Chorgesang beizutragen, das es zu einem Hörgenuß wird.
Deshalb ist für mich die Produktivität der Organisation wichtiger als die Produktivität des Einzelnen.
Aus der TOC (Theory of Constraints) von Dr. Eliyahu M. Goldratt ist zu entnehmen, dass die Optimierung der einzelnen Elemente eines Systems nicht die Optimierung des Gesamtsystems zur Folge hat, das Gegenteil ist der Fall. Damit das System bzw. die Organisation in Balance kommt und bleibt, haben sich die einzelnen Elemente in das Gesamte zu integrieren.
Man könnte das Ganze auch mit der Unterscheidung zwischen einem Stück Eisen und einem Magneten beschreiben. Erst wenn die Elementarteile ausgerichtet sind, stellen sie einen Magneten dar und erzeugen Anziehung, ansonsten haben wir ein passives Stück Eisen vor uns liegen. Das Gleiche gilt für Organisationen.
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